Steuern

Ich unterscheide bei diesem Thema folgende Punkte:

  • Ausrüstung der Lokomotiven
  • Funktion der Blöcke. Digiblock von ATLplus
  • Steuern der Züge mittels Lenz LH100

Ausrüstung der Lokomotiven

Ob Gleichstrom- oder Wechselstromloks verwende ich zur Zeit folgende Decoder: ATLplus 2064 und 2066, ESU 54610 und 54614.

Gleichstromloks: Ich besitze ältere und auch neuere Modelle. Bei neuen Loks ist es einfach, Decoder in die Schnittstelle stecken und los.

Bei älteren Loks lege ich meisten die stromführende Seite mit der Masse zusammen. (Besseren Massekontakt) Der frei gewordene Motoranschluss verbinde ich mit dem Bügel für die Stromabnahme ab Fahrleitung.

Wechselstromloks: Bei neuen Loks ist bereits ein Decoder vorhanden. Erkennt dieser ABC von Lenz bleibt er drinn, andernfalls wird er gegen einen von ESU ausgewechselt. Die älteren Loks rüstete ich mit einem Permanentmagneten aus und verdrahte den Decoder ohne Schnittstelle. In der Regel kommt immer die Anpassung des Lichts dazu

Hag, Nr. 165, Re4/4 II, SBB                               Roco, 43656.10, Re 460, BLS                         Hag 180, Re4/4, BLS

Selbst eingebautes Umbaukit                           Einbau ATLplus 2066 Decoder                        Einbau ATLpus 2064 ohne 8pol Stecker

MBT ModellBahn Technik (EYRO)                   mit 8pol Stecker                                                  Einbau Permanentmagnet Hag

Einbau ESU 54614, V4.0, mit 21pin MTC

Einbau Permanentmagnet Hag       

Funktion der Blöcke. Digiblock von ATLplus

Hier muss ich etwas ausholen. Mittels Handregler kann ich die Lok individuell fernsteuern. Mit dem Decoder von ATLplus kann die Lok aber auch mit der Taste FO, im sog. Signalbetrieb, gefahren werden. Das heisst, fährt die Lok über einen Blockabschnitt dessen Signal auf grün steht, fährt die Lok unter F0  ohne anzuhalten durch. Steht das Signal auf rot, wird der Strom über eine Diodenbrücke geführt und verursacht dabei eine Asymmetrie der digitalen Stromspannung. Der Decoder erkennt das und hält an. Dabei verhält er sich so wie er programmiert worden ist. Die Decoder von ESU programmiere ich für den ABC Betrieb von Lenz. Dieser Betrieb ist eigentlich nichts anderes als das was ATLplus seit Markteinsetzung schon lange macht. Der Decoder reagiert ebenfalls auf die Asymmetrie der digitalen Stromspannung. Beim ESU Decoder wird die Taste F0 für das Licht verwendet. Deshalb lasse ich die Lok über den Handregeler starten bis Stufe 28. Im Blockbetrieb merkt der Decoder wieder selber ob er durchfahren, anhalten oder wieder beschleunigen muss. Wer an den technischen Daten von Digiblock interessiert ist, bitte ich auf der Webseite von ATLplus rein zu schauen.  (www.umelec.ch)

Steuern der Züge mittels Lenz LH100

Einige Details habe ich bereits im vorangehenden Abschnitt erklärt. Auf der ganzen Anlage kann ich mittels Handregler jede Lok mit ihrer entsprechenden Adresse ansprechen. Die Lok kann aber auch über die Taste FO im sog. Signalbetrieb (ATLplus) auf die Strecke geschickt werden. Selbstverständlich ist auch im ABC von Lenz Digital ein Rückgreifen auf die Lok, d.h. deren Adresse, auf der ganzen Anlage möglich.

Weichen schalten

Auf meiner Anlage sind Weichen von Shinohara, Fleischmann und Roco verbaut. Während Fleischmann und Roco mit ihren normalen Magnetantrieben gestellt werden, werden die Weichen von Shinohara mit dem Motorantrieb von Fulgurex bedient. 

 

Früher schaltete ich die Weichenantriebe, mit Kipschaltern auf dem Stelltisch, noch analog. Die Weichen im sichtbaren Bahnhof werden seit dem Jahr 2013 digital geschaltet. Die zahlreichen Motorantriebe von Fulgurex schalte ich mit fünf M-DEC-4fach von Littfinski und einige Magnetantriebe mit S-DEC-4-DC von Littfinski. Die Magnetantriebe im immer noch nicht automatisierten Schattenbahnhof werden nach wie vor analog gesteuert. Hier gibt es immer noch etwas zu tun.

22.05.2016 der Schattenbahnhof ist mittlerweile digitalisiert und über TC schaltbar.

Signale schalten

Die Lichtsignale und Zwerge im sichtbaren Bahnhof werden mit Qdecoder Z1-16 Signal geschalten. Ich hatte mir ein Startset mit dem Programmer und zwei Qdecodern gekauft. Die Erklärungen zu deren Handhabung hörten sich damals einfach an. Anders präsentierte sich das Ganze dann im Hobbyraum. Es bedurfte einiger Anstrengungen bis ich mich in die Thematik Qdecoder eingearbeitet hatte. Das Handbuch legte ich als zu kompliziert zur Seite. Ich bediente mich nur noch den Betriebsanleitungen, die in Form von Faltkarten dem Startset beigelegt waren.

Eine grosse Hilfe waren für mich auch die Webseiten von Bruno Ineichen, www qdecoder.ch und www.eichenstadt.ch. Dort fand ich vom Profi unter Tipps und Tricks viel Wissenswertes nicht nur über den Qdecoder sonder auch über das Lenz System.

 

Als mein Wissenstand über den Qdecoder am höchsten war, hatte ich innerhalb dreier Monate sämtliche Lichtsignale und 30 Zwerge an die konfigurierten 10 Qdecoder angeschlossen.

Qdecoder montiert hinten am Stelltisch für rechte Anlageseite                               Qdecoder montiert hinten am Stelltisch für linke

                                                                                                                                                  Anlageseite


Zusammengefasst lautet meine Laudatio auf den Qdecoder etwa so.

Der Qdecoder ist ein geniales Ding. Einmal verstanden wie es geht und dann konfiguriert, laufen die Dinger störungsfrei. Die Signalbildwechsel auf der Anlage sind eine Augenweide. 

 

Aber ich musste alle diese Vorteile doch recht hart erarbeiten. Potential sehe ich auch noch in den Bedieneranleitungen. Einiges, und da nehme ich gerade einmal die Anschlussbelegung von Lenz im TrainController heraus, sollte eigentlich irgendwo in den Unterlagen des Qdecoders aufgeführt sein. Wer vermutet den schon, dass bei Lenz die Anschlussbelegung einfach etwas anders ist als z.B. bei ESU oder Intellibox.