Einstieg

Sehr geehrter Besucher von hrkloetschbergbahn

 

Ich freue mich sehr, dass Du den Weg auf meine Seite gefunden hast und heisse Dich herzlich Willkommen.

 

Auf meiner Homepage schildere ich den Bau meiner Modelleisenbahnanlage, die in den 80iger Jahren entstanden ist. Etwas Besonderes dürfte sein, dass die Züge unter funktionierender Fahrleitung, weitestgehend im Selbstbau entstanden, fahren. Die Anlage habe ich laufend weiter entwickelt und sie steht heute voll digitalisiert immer noch in Betrieb.

 

Obwohl die Anlage am 11. November 2018 ihr 30jähriges Bestehen feiern kann, ist es vielleicht interessant, die Entwicklung der früheren Möglichkeiten und deren Resultate mit dem heutigen Anlagenbau zu vergleichen.

Der Anfang

Wie oftmals im Leben kreisen im Kopf Pläne und es braucht irgendeinen Auslöser und dann beginnt es zu sprudeln. So jedenfalls erging es mir. Ich wohnte damals in einem Geschäfts- und Mehrfamilienwohnhaus. Die Bäckerei erhielt einen neuen Backofen und dieser wurde in mehreren grossen Kisten angeliefert. Nach dem Entpacken der diversen Ofenteile entstand ein grosser Haufen an Holzleisten, ähnlich den bekannten Dachlatten. Nach ein paar klärenden Worten gehörte der Holzhaufen mir. Es ging ans ausnageln und sortieren. Bei dieser Arbeit erkundigte sich zufällig eine Person der Hausverwaltung, was daraus werden sollte. "Eine Eisenbahnanlage", war meine Antwort. Nur fehle mir noch der Hobbyraum, äusserte ich mich weiter. Wenig später standen wir in einem ca. 10 x 5m grossen Raum, über den ich ab sofort gratis verfügen konnte.

Vorabklärungen

Bevor ich mit der Anlageplanung begann, stand eine wichtige Fragen im Raum.

  • Wie gross darf die Anlage werden, wenn ich sie einmal aus dem Keller zügeln möchte?

Da waren zwei 80cm breite Türe und ein Gang mit einer anschliessenden schmalen Treppe, auf welcher in der Höhe auch eine Einschränkung bestand. Ich erstellte vom Grundriss ein Modell im Massstab 1:25 und führte darauf Versuche durch. Ein Anlageteil in den Massen 2000x750x400mm sollte vielleicht einmal problemlos gezügelt werden können.

Ich entschied mich für eine Anlagegrösse von 4000x1500mm zu je 4 Modulen von 2000x750mm.

 

Eine zweite Frage beschäftigte mich ebenfalls.

  • Betreibe ich die Anlage einmal analog oder digital?

Sie haben richtig gelesen, digital. In den 80iger Jahren sprach noch kein Modellbahner ernst von digital. In einer Schweizer Fachzeitschrift hatte ich in einem Inserat gelesen, dass die Modellbahn digital gefahren werden könne. Ich konnte mit einem Modellbahner, der dieses Produkt bereits eingesetzt hatte,  in Kontakt treten. Es handelte sich um ein Schweizerprodukt das sich ATL (www.umelec.ch) nannte. Die Einzelfirma vertrieb einen Decoder und ein Basissteuergerät sowie zusätzliche Steuereinheiten.  Am Basissteuergerät konnten sieben weitere Steuereinheiten eingesteckt werden. Pro Steuergerät konnte eine Lokadresse angesteuert werden. Ein Steuergerät sah aus wie ein kleiner Führerstand einer Re4/4 II. Eingespiesen wurde das Basissteuergerät mit einem Lichttrafo von Märklin. Mit dem Decoder ausgerüstete Loks hatten bereits das Dauerlicht, es konnte die Höchstgeschwindigkeit, die Beschleunigung und die Verzögerung eingestellt werden und in einem Blockbetrieb reagierte der Decoder auch auf die Signalstellung. 

Ich entschied mich die Lokomotiven mit dem damaligen ATL-Decoder auszurüsten und das Basissteuergerät sowie zwei zusätzliche Steuereinheiten zu besorgen. Also digital zu fahren.

Die Planung

Sie dauerte fast ein ganzes Jahr. Natürlich entsprach sie bei Weitem nicht der Handhabung eines heutigen professionellen Anlageherstellers wie z.B. "brima". Im Nachhinein gesehen ist mir meine Anlageplanung gar nicht schlecht gelungen. Es gibt Genies, denen gelingt alles gut ohne Planung. Ich gehöre definitiv nicht dazu. 

Sie müssen sich vorstellen, dass ich nebst der laufenden Planung, auf einem grossen Brett im Keller, bereits die verschiedensten Komponenten des Anlagebaus am Ausprobieren war.

Bevor es mit dem Bau losging, baute ich die geplante Anlage im Massstab 1:25, das heisst, die vier Segmente , darauf das Trasse und in etwa die Landschaft. Eine sog. Kleinstkontrollanlage. Ein Programm zur Anlageplanung gab es zu dieser Zeit noch nicht. Dieses Anlagemodell schlängelte ich mehrmals durch das vorher gebaute Kellermodell hindurch und stellte fest, es passt. Die definitive Bestätigung erhielt ich, als sieben Jahre später die Anlageteile aus dem Keller in ein Eigenheim, fast schadenfrei, gezügelt wurden. 

 

 

Nun wünsche ich Dir viel Spass auf den verschiedenen Seiten.

 

Hans Rudolf König