Selbstbau Häuser aus der Region Blausee-Mitholz

Mein Erstlingswerk. Kleiner Stall an der BLS-Linie in Kandergrund. Jahrgang 1715

Haus in Blausee-Mitholz Jahrgang 1998

Haus in Blausee-Mitholz Jahrgang 1666

Schulhaus Blausee-Mitholz vor dem Lotharsturm im Jahr 1999. Das Dach erlitt ob der Hausfront einen Schaden. Bei der Reparatur entstand dann ein Chrüppelwalmdach.

Turnhalle beim Schulhaus Blausee-Mitholz. Das Gebäude habe ich in der Länge eingekürzt.

Die Häusergruppe Schulhaus und Turnhalle

Umgebautes  Wärterhaus Nr. 6 in Blausee-Mitholz

Güterschuppen der Station Blausee-Mitholz mit eingekürztem Anbau.

Phantasie Güterschuppen aus der früheren Fachzeitschrift Modell+Hobby

Planung Wohnhaus, Jahrgang 1666

Mit meinem Anlagethema "etwas Lötschbergbahn" war mir gewiss, dass auch Häuser aus dieser Region auf der Anlage in Scene gesetzt werden sollen. Als ich vor 20 Jahren in die Kataloge der namhaften Häuserhersteller hineinschaute, wurde mir schnell klar, da wird  wohl Selbstbau angesagt sein. Ich tastete mich mit einfacheren Objekten an diesen Häuserbau heran. Es galt zuerst eine für mich gangbare Vorgehensweise zu finden. Diese hatte ich recht schnell gefunden und darf sie nachstehend etwas genauer vorstellen.

 

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber ich möchte trotzdem kurz darauf hinweisen, dass vor dem Fotografieren und ums fremde Haus herum gehen, es des Modellbahners Höflichkeit ist, zuerst mit dem Hausbesitzer Kontakt aufzunehmen.

 

Bilder und Masse des Objektes erfassen

Wer sich schon etwas auf meiner Webseite herumgeschaut hat, wird auch jetzt eine Vorgehensweise beim Häuserbau finden, die ich auch anderswo bereits eingesetzt habe. Die vorliegenden drei A4-Seiten mit den Fotos sind stellvertretend für etwa dreissig Seiten, mit zahlreichen Bildern und Skizzen dieses Gebäudes.

  • Vom Objekt erstellte ich von den vier Hausseiten ein Foto.
  • Pro Hausseite fotografiere ich viele Details.
  • Nicht vergessen, um das Haus herum Bilder zu schiessen (Garten, Wege, Vegetation, Lager, Unordnung etc.)
  • Dach von unten und wen möglich auch von oben fotografieren.

Die Fotos klebte ich anschliessend Themenweise, z. B. Hausfront, auf A4-Blätter und zog dann Masslinien. Mit einer Vielzahl von  Blättern und bewaffnet mit Doppelmeter und Messband, meldete ich mich wieder beim Hausbesitzer.

  • Massnahmen am Objekt war nun angesagt.
  • Eintragen der Masse auf die vorbereiteten Masslinien.

Wieder zu Hause in der warmen Stube rechnete ich alle Masse in den Massstab 1:87 um.

 


Technisches Zeichnen à la Schulzeit

 

Anhand der umgerechneten Masse zeichnete ich auf einem Millimeterblock, jede Hausseite im Massstab 1:87. Auch von mehreren Details zeichnete ich Pläne.

 

Glücklich ist, wer Originalpläne oder Kopien einer Liegenschaft erhält.

 

Bauanleitung Wohnhaus, Jahrgang 1666


Meine Häuser baue ich eigentlich zuerst aus Karton. In der Regel verwende ich Graukarton mit einer Stärke von 2 mm. Den Plan einer  Hausseite zeichne ich auf den Karton und schneide dann mit einem Japanmesser die Türen und Fenster heraus. Erst darauf schneide ich die Hausseite heraus.

Bei diesem Haus fertigte ich den gemauerten Teil (Keller) separat.

(Bild links) Mit der gleichen Kartondicke erstelle ich dann den Wohnteil. Diesen klebte ich danach etwas zurück versetzt auf den Kellerteil.

Auf dem nebenstehenden Bild sind noch drei weitere Einzelheiten ersichtlich.

Hausverputz weiss: Masse aus Aussenputz Fixit, weisser

                                     Acrylfarbe und ein wenig weisser

                                     Holzleim. Mit Pinsel auf Karton

                                     aufgetragen.

Holztäfer                  : Holz von Northeasern, Scale Models INC.

                                     Platte 8x28cm, Bretter längsgerillt.

                                     Klebte ich einfach auf den Karton.

 

Diese längsgerillte Bretter gibt es in verschienen Leistenabständen und Dicken.

Dachziegel                : Ich erhielt sie noch aus Karton in

                                       Streifen.

                                       In Holz gibt es sie bei 

                                       http://www.imthurn.com

 

Weitere Materialangaben beim letzten Bild.


Zusammensetzen einzelner Hausteile

Auf diesem Bild sieht man die Hausunterseite. Als die vier Hausseiten vorhanden waren, klebte ich diese an eine 3 mm dicke Bodenplatte. Nicht vergessen eine Öffnung offen zu lassen.

Erst dann begann ich mit dem Einbau von Türen und Fenstern. Dazu verwendete ich verschiedene Holzprofile. Eine Türe kann einfach oder auch sehr aufwendig herzustellen sein. Dasselbe gilt bei Fenstern. Heute würde vermutlich geleiserte Ware eingesetzt. Es ist alles eine Preisfrage.

 

Als ich später die  Beleuchtung einrichtete, habe ich die Innenräume unterteilt, damit nicht im ganzen Haus Licht vorhanden war. 

Beim nachfolgenden Häusern habe ich diese Raumeinteilung bereits  beim Bau eingebaut.


Angaben zum Material

Northeastern, Scal Models INC,  Amerikanisches Lindenholz

Bezug bei Old Pullman, Stäfa. https://www.oldpullman.ch oder PEWI, Modellbau, Güterstrasse 9, 3008 Bern

Auf Ausstellungen bieten auch andere Händler solche Ware an.

 

Vierkantprofil, L, T, U,  H, I -Profil, diverse Bretterprofile, alle Profile in verschienen Massen. In Blisterpackungen zu erhalten.

 

Die Holzprofile habe ich zum Teil mit unterschiedlichen Beizen, dunkel, hell, und grau, gebeizt oder mit  Acrylfarben bemalt.

Damit sich Holz oder Karton nicht verziehen habe ich Beize und Farbe nur dünn aufgetragen und bis zu einem weiteren Anstrich gut austrocknen lassen.